schulz aktiv-Schulprojekt Nr. 2 in DOUNDJOUROU (im Dogonland):
Die Schule wurde 2005 mit europäischer Hilfe erbaut, umfasst drei separate
Klassenräume für jeweils etwa 30 Kinder im Alter zwischen sieben und 14
Jahren. Wie so oft wurde bei der Fertigstellung der Schule keine
Innenausstattung zur Verfügung gestellt; kleinere Hilfsorganisationen
unterschätzen den finanziellen Aufwand (ca. € 60,- pro Tisch-Bank-Kombination für je drei Schüler), andere Organisationen betrachten sich allein als technische Hilfsdienste und wollen die Ausstattung der Schule den malischen Schulbehörden überlassen. Dogon-Schulen e.V. hat, nachdem in Indelou fast zwei Jahre ohne Mobiliar und Lehrbücher unterrichtet wurde, im Oktober 2007 die komplette Einrichtung der Schule übernommen; Lehrbücher für Französisch und Mathematik wurden auch bereitgestellt. Alle Tisch-Bank-Kombinationen wurden von jungen Männern aus Indelou die Bandiagara-Felsen hinaufgetragen. Angefertigt wurden die Möbel von lokalen Dogon-Handwerkern in Bankass.
Die Schule wurde bis 2008 als 'ecole communautaire' geführt, als Dorfschule,
deren Unterhalt die Dorfgemeinschaft allein zu leisten hat. Auch die drei
Lehrer-Gehälter müssen weitgehend aus der Dorfkasse bezahlt werden. Über
einen Antrag auf Übernahme in den staatlichen Bildungsplan als 'ecole
publique' wird im Laufe dieses Jahres entschieden - doch auch dann bessert
sich die Versorgungssituation der Schule nur geringfügig.
Unabhängig von dieser Entscheidung benötigt diese Schule fortwährend
didaktisches Verbrauchsmaterial, wie z.B. Hefte, Stifte und Tafelkreide.
Darüber hinaus ist die Anschaffung von drei verschließbaren Klassenschränken
zur Aufbewahrung der Bücher notwendig. Auch ein oder zwei Klassensätze von
kleinen Schiefertafeln für den Erstschreibunterricht werden benötigt.
www.dogon-schulen.org